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Schwarzlicht Extraausgabe Summerpark

Lesen Sie Auszüge aus unserer "Schwarzlicht"-Extraausgabe zum Thema "Summerpark" vom Februar 2010 hier ....

Wir kämpfen um das Herz von Utting!!

Die weit über die Grenzen Uttings und des Ammerseegebiets hinaus bekannten drei Betonkunstwerke im Summerpark sind zwischenzeitlich in das Eigentum der
Gemeinde Utting übergegangen. Der Gemeinderat hat daraufhin am 14. Januar
2010 mehrheitlich entschieden, dass sie aus dem Summerpark entfernt und an den Meistbietenden verkauft werden müssen.
Für den Verkauf haben gestimmt:
GAL: Bürgermeister Josef Lutzenberger, Peter Noll, Renate Standfest, Franz
Wegele, Sabine Kaiser
SPD: Helmut Schiller, Tobias Gratzl
FWG: Martina Grunow, Michael Weber, Petra Herzog
Patrick Schneider (GAL) wollte einzeln über den Verbleib der Objekte abstimmen, mit dem Ziel, dass zumindest eines erhalten bleibt. Im Ergebnis hat er schließlich gegen den Verkauf gestimmt.
Alle Gemeinderatsmitglieder von CSU/Bürgerliste (Alexander Noll, Karl
Sauter, Klaus Richter, Horst Schnappinger, Claudia Sauter) haben dafür
gestimmt, dass die Kunstwerke im Eigentum der Gemeinde verbleiben und
weiterhin im Summerpark stehen sollen. Auch die Gemeinderätin der
Ländlichen Wählergemeinschaft Elisabeth Reinhart hat sich für die Erhaltung
der Kunstwerke ausgesprochen.
Wir sind der Meinung, dass sich der Summerpark wegen dieser markanten
Kunstwerke signifikant von anderen Orten und Parkanlagen positiv abhebt. Die
Seeanlage von Utting hat sich damit ein unverwechselbares Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Die Skulpturen sind mittlerweile zu einem Wahrzeichen herangereift, die für viele Uttinger und auch Besucher nicht mehr wegzudenken sind. Jedes dieser Werke hat eine hohe Aussagekraft. Zum Beispiel empfinden wir bei dem durch die Betonwand gleitenden Herz vor dem Hintergrund der Wiedervereinigung Deutschlands eine hohe Symbolkraft. Auch das Ei mit dem aus der Schale sprießenden Bäumchen als Spender neuen Lebens regt zum Verweilen und Nachdenken an.
Wir sind der Meinung, dass die Skulpturen im Summerpark ebenso zu den
herausragenden Uttinger Sehenswürdigkeiten gehören, wie z. B. der Sprungturm.
Mit diesen Objekten ist unsere Seeanlage bekannt und wird von vielen Menschen deswegen geliebt. Das Herausreißen der Skulpturen aus dem nunmehr gewachsenen Ensemble wird von uns als großer Verlust empfunden. Sollte sich kein Käufer finden, müsste sogar noch der Uttinger Steuerzahler für deren Abbau und Entsorgung die Kosten übernehmen. Sind wir in Utting soweit gekommen, dass Kunst mit der Abrissbirne platt gemacht wird? Ist ein Kunstwerk, wenn es länger als vereinbart steht, auf einmal keine Kunst mehr?
Wir glauben, dass man mit Kunstwerken so nicht umgeht und das Eigentum der
Uttinger Bürger nicht einfach mir nichts dir nichts an den Meistbietenden verklopfen darf. Utting muss Eigentümer der drei Objekte bleiben. Sie müssen an ihrem schönen Standort belassen werden. Sofern eine Sanierung notwendig wäre, könnte ein Antrag auf Zuschuss durch europäische Geldmittel aus dem sog. "Leader-Projekt" eingereicht werden. Auch sind andere kreative Aktionen mit den Bürgerinnen und Bürgern bzw. mit Kindern denkbar. Die Entfernung der Skulpturen darf nicht vom Geschmack und den Befindlichkeiten einiger weniger Personen abhängen.
Wir sind der Ansicht, dass diese endgültige und unumkehrbare Entscheidung
über den Bestand der Kunstwerke von einer breiten Mehrheit der Uttinger
Bürgerinnen und Bürger getragen werden muss. Wir bitten Sie deshalb,
unterstützen sie die Unterschriftenaktion zum Erhalt der Kunstwerke im
Summerpark. Helfen Sie mit, einen unwiederbringlichen Verlust an Uttinger
Identität zu verhindern.

Klaus Winkler

Kunst oder Kommerz?

Neben der Diskussion über die Betonkunstwerke gab es in jüngster Zeit weitere Debatten über den Summerpark. Anlass hierzu war der Antrag von Bernd Raeder, auch in diesem Jahr wieder ein Kunstevent im Summerpark zu veranstalten.
Wir von der CSU/Bürgerliste haben den Antrag unterstützt, auch vor dem Hintergrund, dass die Veranstaltung bereits im Vorjahr erfolgreich durchgeführt wurde und die Veranstaltung eine weitere Bereicherung des Kulturangebotes in Utting darstellt. Von anderen Fraktionen, allen voran aus der Fraktion der GAL, blies dem Antragsteller allerdings heftiger Gegenwind ins Gesicht. Die dabei angeführten Argumente ließen den informierten Zuhörer staunen! Da wurde die Benutzung der oberen Summerwiese als Parkplatz bemängelt (welche auch immer von der Seebühne und vom alljährlichen Sommermarkt ebenso benutzt wird), es wurde kritisiert, dass der Veranstalter seine Gäste zur Vernissage mit einem Glas Wein und Wasser bewirtete und nicht zuletzt, dass der Veranstalter Bernd Raeder, um die Veranstaltung auch ohne finanzielle Hilfe der Gemeinde zu stemmen, einen örtlichen Handwerksbetrieb bzw. Gartenbaubetrieb als Kooperationspartner mit ins Boot geholt hatte, der sich neben der Kunstausstellung präsentiert hat. Anstatt froh zu sein, dass die Finanzierung ohne große Zuwendungen aus der Gemeindekasse möglich ist, hieß es dann zugespitzt, es sei hier Kommerz und keine Kunst und deshalb sollte man das Event im Summerpark ablehnen! Auch der Hinweis, dass
beim Sommermarkt in größerem Umfang bewirtet wird, dass die Parkplätze dort ebenfalls benutzt werden und dass just der gleiche Handwerksbetrieb, neben weiteren anderen Ausstellern, auch beim Sommermarkt ihre Produkte präsentieren und verkaufen half nichts. Getreu dem Sprichwort, wenn zwei das Gleiche tun ist, es noch lange nicht dasselbe. Was folgte, waren mehrere Abstimmungen um die
Anzahl der Veranstaltungstage wie auf dem Bazar. Letztendlich fand sich dann eine Mehrheit für ein stark verkürztes Event. So müssen die Uttingerinnen und Uttinger, nicht zuletzt dank unseres Einsatzes von der CSU/Bürgerliste, nicht ganz auf eine weitere kulturelle Bereicherung im Summerpark verzichten.

Alexander Noll

 


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